Das erste Mal London... oh jee...



Früh am Morgen machte sich Peter Egger, mit Mustern und allem was Schreiner so in der weiten Welt benötigt,  auf den Weg zum Allgäu-Flughafen Memmingen und checkte froh gelaunt zum Flug nach London ein.

Kaum war er in die Maschine gestiegen, stieg er auch schon wieder aus – so schien es ihm. Was ist die Welt doch klein! Mehr als 800 km fliegt man mal eben in weniger als zwei Stunden.


Peter Egger mietete sich ein Auto, obwohl ihm alle geraten hatten doch mit der Bahn zu fahren.

Sicher ist sicher! 

Schließlich ist auf der Insel ja vieles anders. Und dass man in London auf der falschen Seite fährt, weiß jedes Kind. Und: London ist London.

Das bedeutet: Horror für jeden Autofahrer, verstopfte Straßen, keine Parkplätze.

Hinzu kommt eine teure innerstädtische "Maut", die eigentlich Londons Staugebühr (Congestion Charge) ist. Die Parkgebühren sind allerdings noch viel teurer. Aber auch sie können nicht im Geringsten mit den Kosten von Knöllchen konkurieren, die man müden Autofahrern verpasst, die das Auto mal eben kurz und unrechtmäßig parken möchten, um vom Londoner Verkehr zu verschnaufen.

Aber Peter Egger winkte ab.

Alles kein Problem! Ich schaff das!

Er brauchte auch keine Vollkasko-Versicherung.

Schließlich kann er ja Autofahren!

 

Sie ahnen es bereits?

 

Es kam natürlich wie es kommen musste:

Peter Egger schrammte mit seinem Mietwagen an einem anderen Auto vorbei, dass definitiv des Linksverkehrs mächtig war und baute einen Unfall.

 

Jetzt hieß es nur noch:

 


Das Resultat des Vorbeischrammens... außer vielen Sätzen wie "Wir haben´s doch gewusst!"

Mit viel Verspätung und einem mächtigen Schrecken in den Gliedern erreichte Peter Egger trotz seines Navis, das sich offensichtlich genauso wenig in der Stadt auskannte wie er, sein Ziel.


Die Besprechungen verliefen  Gott sei Dank und erfreulicherweise wesentlich besser und erfolgreicher als seine Fahrversuche in der Hauptstadt des Königsreiches.

Man verabschiedete sich und der Allgäuer in London machte sich auf den Weg zu seiner Unterkunft und freute sich auf einen entspannten Abend.


Leider fand sich so leicht kein Parkplatz ... 


Spätestens jetzt erinnerte er sich an unsere mahnenden Worte... 



Leider sind nicht alle Betten so gut,wie die in der heimischen Schreinerei hergestellten.

Dies musste der Chef schmerzlich feststellen und erwachte am nächsten Morgen nach nur wenigen Stunden Schlaf und Herumwälzen  mit nicht unbeträchtlichen Rückenschmerzen.

Aber auch am zweiten Tag verliefen alle Gespräche mit den Auftraggebern und der zuständigen Architektin hervorragend, so dass man sich voller Vorfreude auf die kommende Zusammenarbeit von einander verabschiedete.


Noch ist das gesamte Haus eine Baustelle... aber in absehbarer Zukunft baut die Egger Schreinerwerkstätte wird hier

  • Die Ankleide,
  • das Schlafzimmer,
  • die Bibliothek,
  • das Arbeitszimmer, das "Study" der Dame des Hauses,
  • Möbel für das "Ensuite" (ein dem Schlafzimmer angegliedertes Badezimmer)
  • eine Trennwandanlage
  • eine Schiebetürenanlage
  • die Küche

Bald steht der nächste Besuch Londons an.... aber diesmal wird Peter Egger auf ein Mietauto verzichten!